Wir verbringen leider die meiste Zeit unseres Lebens sitzend, eine Zivilisationskrankheit, die uns plagt. Damit ist auch oftmals eine nicht aufrechte Haltung des Oberkörpers verbunden. Die täglich durchgeführte "Arbeit" nach vorne, sei es am PC oder im Auto, hat uns seit unserer Einschulung zu "Leistungssportlern" in diesem Bereich gemacht. Unser Körper passt sich seinen Aufgaben an! Es stellt sich nun die Frage, ob wir dieser "Evolution" nachgeben wollen oder ob wir uns dagegen auflehnen? Wollen wir auch im fortgeschrittenen Alter noch eine stolze, aufrechte Körperhaltung haben oder bereits viel früher alt aussehen? Die antrainierte "Geierhaltung" verändert unser optisches Alter schnell zum Schlechten.
Zum Glück brauchen wir keine jahrelange Therapie um dieses Problem zu beheben. Die Muskulatur zwischen unseren Schulterblättern ist schlicht und einfach zu schwach. Durch gezieltes Training können wir unsere natürliche Haltung zurückgewinnen. Das Mittel zum Zweck sind die sogenannten "Batwings".
Man nimmt sich ein Paar gleich schwere Kettlebells, stellt diese links und rechts neben einer Hantelbank auf. Anschließend legt man sich bäuchlings auf der Bank ab. Man greift die Kettlebells und zieht diese in Richtung Brustkorb. An der höchsten Stelle quetscht man die Schulterblätter eine Sekunde lang zusammen.
Für die weiteren Wiederholungen lässt man die Kettlebells nur etwa 15 cm ab. Hier wird ausnahmsweise nicht im vollen Bewegungsumfang trainiert, da die Batwings eher isometrischen Übungen ähneln.
Es sollten vier Sätze à fünf Wiederholungen durchgeführt werden. Wenn man sich nicht sicher ist ob die obere Position richtig eingenommen wurde, positioniert man einfach die Daumen an der Achselhöhle und presst die Schulterblätter zusammen.
Die Gewichtsempfehlung für Männer ist 12 kg je Kettlebell und für Frauen 8 kg. Das hört sich zwar sehr leicht an, kann aber sehr schwer werden.
Mit steigender Leistung kann Gewicht, wie auch die Dauer der Kontraktion an der oberen Position erhöht werden.
Wichtig ist, dass man bei der Ausführung Wert auf Qualität legt und nicht überhastet trainiert. Mit zu hoher Dynamik werden die kleinen Muskeln zwischen unseren Schulterblättern einfach übergangen und können sich somit auch nicht entwickeln.
... dass Dir ein Chiropraktiker unter Umständen bei Mobilitätsproblemen helfen kann. Durch die chiropraktische Behandlung können strukturelle Dysbalancen aufgehoben werden. Hierzu ist jedoch meist mehr als eine Sitzung nötig.